Schweine
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+ Nach dem Spiel ist vor der Wurst - Ein Abend über Stadionwürste mit Cristian Baudisch und Bernd Sautter. 14.07., 20:00 Uhr Zehntscheuer, anschließend Stadionwürste und Hopfenkaltschalen im Museum +
Intarsien
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+ Nach dem Spiel ist vor der Wurst. Ein Abend über Stadionwürste mit Christian Baudisch und Bernd Sautter. 14.07., 20:00 Uhr, Zehntscheuer, anschließend Stadionwürste und Hopfenkaltschalen im Museum. +
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Der Verein Deutsches Fleischermuseum e.V.

Von der Vision zur Realität

Kurt Nagel

Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts reifte in Kurt Nagel, Sohn eines Ulmer Metzgermeisters und Obermeisters der Fleischerinnung Ulm der Gedanke, ein Museum für das „traditionsreiche und höchst ehrbare“ Fleischerhandwerk zu gründen.

Vorbild war das weit über die Stadt hinaus bekannte Brotmuseum im Ulmer Salzstadel.

Mit elterlicher Unterstützung konnte der Gründer Gleichgesinnte um sich versammeln und einen Grundstock an Exponaten zusammentragen. Durch Hans-Peter de Longueville, den Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes Baden-Württemberg nahm die Idee die erste Hürde vom Privaten in die Öffentlichkeit, weil sich durch ihn viele weitere Entscheidungsträger mit der Idee identifizierten und sie tatkräftig unterstützten.

Standort
Gründung
Zielsetzung

Standort

Kurt Nagels Lebensmittelpunkt ist Sindelfingen. Es war deshalb selbstverständlich, dass das Museum im näheren Umfeld seine Heimat finden musste.

Bei den Böblinger Metzgern, allen voran Helmut Böhm, dem damaligen Böblinger Innungsobermeister, fand er eine schlagkräftige Lobby, die es nicht allzu schwer hatte, den Böblinger Oberbürgermeister Wolfgang Brumme zu überzeugen.

Die Türen standen weit offen, war es doch sowieso Böblinger Beschlusslage, die Museumsstruktur der Stadt neu zu ordnen. Mittelstädte wie das südlich von Stuttgart gelegene Böblingen verwalteten damals ausgeglichene Budgets, gewisse, mit schwäbischer Sparsamkeit geschaffene Rücklagen mit inbegriffen.

Mit dem stattlichen Vogtshaus, einem schönen Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert wurde eine mehr als angemessene Heimat gefunden, das nach den notwendigen Renovierungen zum Schmuckkästchen mutierte.

Gründung

Im März 1980 gründete sich ein Förderkreis, der sich „über die Notwendigkeit eines Museums für ein solch traditionsreiches und in allen Zeiten wichtiges und bedeutsames Handwerk" einig war.
Zahlreiche Honoratioren aus Verbänden, Wirtschaftsunternehmen und Vertretern der lokalen und regionalen Politik einigten sich auch schnell über den Namen „Deutsches Fleischermuseum“.

Die Gründungsversammlung wählte die Initiatoren, Herrn Nagel und Herrn de Longueville zum ersten, bzw. zweiten Vorsitzenden, Frau Postupa zur Schriftführerin, Herrn Krug zum Kassenverwalter. Ausschussmitglieder wurden die Herren Böhm, Eugen Nagel und Schuster.

Am 16. September 1984 wurde mit einem Festakt vor über 1200 Personen in der Böblinger Kongresshalle das Museum offiziell eingeweiht. Prominenteste Gäste waren der damalige Bundesernährungsminister Ertl und der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Weiser.
In einem spektakulären Umzug durch die Stadt Böblingen bewegte sich der Tross von der Kongresshalle zum Böblinger Marktplatz, wo Oberbürgermeister Brumme symbolisch dem Innungsobermeister Herrn Böhm den Schlüssel überreichte.

In nicht einmal 5 Jahren wurde aus einer Vision beeindruckende Realität – ein überzeugendes Beispiel der Zielstrebigkeit und Dynamik Kurt Nagels.

Zielsetzung

Nie gab es in der Menschheitsgeschichte Phasen eines solch rapiden Wandels wie im 20. und 21.Jahrhundert – und die Spirale dreht sich immer schneller.
Die Erzeugung von Nahrungsmitteln im primären und sekundären Bereich ist weitgehend rationalisiert und industrialisiert, individuelle Landwirtschaft und Nahrungsmittelhandwerk kämpfen ums Überleben.
Nie waren die Verbraucher weiter vom Produktionsprozess entfernt als im 21. Jahrhundert, woran auch die Nischen von Bioproduktion und Direktvermarktung nicht viel ändern.
Individualität musste der Massenproduktion weichen, worunter nicht selten auch die Qualität gelitten hat.

Hier setzt das Deutsche Fleischermuseum bewusst einen Gegenpol

Mit dem Sammeln, Erforschen und Ausstellen historischer und museal wertvoller Gegenstände wird durch die persönlich erfahrbare Symbiose von Kultur- und Sozialgeschichte ein wichtiger Schritt getan zum Innehalten, zur Besinnung und zum Finden eines persönlichen Standpunkts.
Nur wenn ich weiß, woher ich komme, weiß ich auch, wohin ich gehe.

Beim Betrachten der Exponate und in der individuellen Auseinandersetzung mit Form, Farbe, Material und Zweckbindung umgeben von Räumlichkeiten, die Geschichte „atmen“, erfahren die Besucher viel über die Arbeit aber auch den Stolz und das Selbstbewusstsein der Fleischer als Vertreter eines der ältesten Handwerke der Menschheitsgeschichte, ganz im Sinne des österreichischen Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler: 

„Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche“.

Neben dieser mehr traditionellen Ausrichtung erfährt das Deutsche Fleischermuseum regelmäßig überregionale Beachtung durch die jährlich wechselnden Sonderausstellungen mit Werken namhafter und international bekannter Künstler, siehe „Termine“.

Verfremdete Skulpturen, mehrdimensionale Karikaturen, augenzwinkernde Bilder und entlarvende Texte führen dann einen frech-fröhlichen Dialog sehr zum Vergnügen der Besucherinnen und Besucher, denen Spiegel vorgehalten werden, die sie selbst polieren müssen.

Verantwortlich für diese jährlichen Höhepunkte zeichnet die Museumsleiterin Frau Nurdan Drignath, der es mit Fleiß, Beharrlichkeit und großem Engagement immer wieder gelingt, Künstler für Ausstellungen in Böblingen zu begeistern. Reizvoll ist dabei auch immer wieder der Kontrast, z.B. Mordillos Knubbelnasen oder Janoschs Tigerente im historischen Ambiente des Vogtshauses „live“ zu erleben.

Mitglied werden

Wir würden uns freuen, Sie als neues Mitglied begrüßen zu dürfen.
Alle Informationen zur Mitgliedschaft und Ihren Vorteilen finden Sie auf folgender Seite: Mitglied werden

Hyperlink zur Stadt Böblingen
Hyperlink zum Fleischerverband

Weitere Info:

Info-Broschüre

 

Deutsches Fleischermuseum

Marktplatz 27
71032 Böblingen

Tel.: 07031 236412
E-Mail